Verhalten

So spielen unsere Hunde

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„Der will doch nur spielen“ & „Dertut nix“ – Das Spiel unter Hunden Ab der achten Lebenswoche beginnen die Welpen, bestimmte Verhaltensweisen in Hundekontakten auszutesten und weiterzuentwickeln. Aufgrund dessen, dass dies vorranging mit Gleichaltrigen geschieht, sollte ganz besonders auf die Auswahl der Welpengruppe geachtet werden. Da Welpen untereinander nicht in der Lage dazu sind, Verhaltensweisen des anderen entsprechend zu maßregeln und somit zu unterbinden, sind insbesondere der kontrollierte Sozialkontakt, die Schulung der Halter in Bezug auf die Körpersprache und das eventuelle Eingreifen derer wichtig. Im Junghundealter verändert sich das Spielverhalten. Spiele werden dynamischer und körperlicher vor allem durch die ersten Hormone und die dazugehörige Geschlechtsreife. Von nun an werden potenzielle Grenzen anderer Hunde ausgetestet. In dieser sensiblen Phase sollten Junghunde vorrangig Kontakt zu älteren Hunden haben, die in der Lage sind, überschwängliches Verhalten einzudämmen. Erwachsene Hunde spielen jedoch nur noch relativ selten. Ein ausgelassenes Spiel ist vorrangig zwischen zusammenlebenden Hunden oder mit dem eigenen Menschen als Sozialpartner in einem entspannten Umfeld zu finden. Das Aufeinandertreffen mit fremden Artgenossen bedeutet für einen Hund vor allem das Ausloten der Grenzen und Privilegien des anderen. Das Spiel innerhalb eines Rudels dient vorrangig der Stabilisierung der sozialen Struktur. Doch Achtung, fremde Hunde, die sich willkürlich treffen, stellen weder ein Rudel dar noch besitzen sie eine Rudelhierarchie. Viel zu oft hört man auf Hundewiesen den Satz: „Das klären die unter sich!“. Nicht selten ist dieser Spruch einer eventuellen Auseinandersetzung vorausgegangen. Doch auf die Frage „Was genau klären denn die Hunde in dieser Situation?“ folgt zumeist vom Gegenüber ein verständnisloser Blick. Schließlich gäbe es die Rangstruktur zu klären. Nun gilt es allerdings zu beachten, dass sich eine Rangstruktur innerhalb eines zusammenlebenden Rudels über Wochen und Monate hinweg ausprägt und kein starres Gefüge ist. Die willkürlich aufeinandertreffenden Hunde haben tatsächlich jede Menge zu klären – jedoch keine Rangstruktur. Hier geht es um territoriale, soziale oder sexuelle Ansprüche, die zu allererst ausgelotet werden. Das Aufeinandertreffen fremder Hunde kann aber ebenso innerhalb kürzester Zeit in ein ausgelassenes Spiel übergehen. Das ist vor allem abhängig vom Charakter der jeweiligen Hunde, die Vorzüge für dieselbe Spielform oder eine direkte Sympathie der beiden. Sozialkontakt ist selbstverständlich erlaubt und wichtig, jedoch nur solange sich alle beteiligten Hunde wohlfühlen. Was für die Hundehalter wie ein nettes Spiel aussieht, kann für den Hund genau das Gegenteil sein. Umso wichtiger ist es, dass der dazugehörige Mensch eine „Aufpasserrolle“ übernimmt, seinen eigenen Vierbeiner zu lesen und verstehen lernt, um die Situation einschätzen zu können, und dass er notfalls in dieses Treffen eingreift. Verschiedene körpersprachliche Signale können dem Halter dabei Aufschluss darüber geben, ob sich ein Hund in einer Situation unwohlfühlt. So können beispielsweise gähnen, sich schütteln oder kratzen, den Blickkontakt vermeiden, den Körper abwenden, über die eigene Schnauze lecken oder auch pföteln Stressanzeichen sein, die ein eventuelles Eingreifen erforderlich machen.


Richtig spielen mit dem Hund

Das Spiel zwischen Mensch undHund ist extrem bindungsförderndund aus sozialer Sicht unbedingtnotwendig. Auch hier werden,wie bei der Interaktion zwischenHunden, Regeln etabliert und gewünschtesFranziska Herre Verhalten trainiert. 

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